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Deutscher Selbsthaß
Deutschland zum Kotzen
„Ich bin nicht stolz, Deutsche zu sein. Ich denke nicht in Grenzen von Nationalstaaten.“ So lautet die Grundeinstellung der Ex-Grünen Jutta Ditfurth. Am 14. 7. 1992 veröffentlichte der Kölner Stadt-Anzeiger ein Gespräch mit ihr, in welchem sie sich über „dieses reiche, feiste Deutschland“ empörte. Im Herbst 1991 hatte sie im langjährigen Organ der Mauermörder, Neues Deutschland, geschrieben: „Deutschland ist zum Kotzen.“ Der einzige Ort, an dem dieses Land manchmal noch erträglich sei, seien „antirassistische Demos“.
Deutsche nur geteilt erträglich
Zu den radikalsten Verfechtern der Spaltung gehörte Joseph („Joschka“) Fischer, jetzt Außenminister, von den Grünen. Er sagte: „Ich sehe in der deutschen Teilung eine Chance. Offensichtlich sind wir für unsere Nachbarn nur zu ertragen als drei Staaten: Österreich, die DDR und die Bundesrepublik.“ Am 7. 8. 1987 wurde Fischer in der Frankfurter Rundschau mit der Einlassung zitiert, man solle „auf die Fiktion eines gesamtdeutschen Staates verzichten“. Das Angebot einer Wiedervereinigung, falls es aufgrund der Entwicklung in der Sowjetunion möglich werde, müsse zurückgewiesen werden. Die Dreistaatlichkeit „Österreich, Bundesrepublik und DDR“ sei „die Lösung der Geschichte“. Am 17. 6. 1988 zitierte die linke taz aus einem „Manifestentwurf“ Fischers, in dem es heißt, die Bundesrepublik müsse Teil der „westlichen Aufklärungskultur“ und der Nato bleiben. Erforderlich sei besonders der „Wiedervereinigungsverzicht“: „Alle Wiedervereingungsphantasien und ,Optionen´ lehnen wir genau so ab wie die linksnationalistische Formel ,raus aus der Nato´.“ Die Forderung nach deutscher Einheit sei „in ihrer Konsequenz aufgrund der historischen Rolle Deutschlands mit seiner Verantwortung für zwei Weltkriege friedensgefährdend“.
Dank für RAF-Bomber
In ihrer Ausgabe vom 27. 4. 1987 berichtete die Rheinpfalz über eine Wahlversammlung des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Bernhard Vogel (CDU): „Was denn Rüstung mit christlicher Ethik zu tun habe, will ein offensichtlich Alternativer von Vogel wissen. Und weiter: ,Sind Sie immer noch stolz auf Rheinland-Pfalz als größtem Flugzeugträger der USA?´ Vogel: ,Ich bin Winston Churchill dankbar, daß er Flugzeuge und Panzer gebaut hat, um Hitler zu hindern, die letzte Bastion der Freiheit zu stürmen.´ Betretenes Schweigen im Saale.“ Mit „letzter Bastion der Freiheit“ meinte Vogel also jenes Großbritannien, das seinerzeit das größte, in einer einzigen Kette blutiger Kolonialkriege und Holocaust-Aktionen zusammengeraubte Imperium der Weltgeschichte mit Hunderten versklavten Völkern beherrschte; den von Churchill gebauten und von Vogel als Heilsbringer dargestellten Flugzeugen der britischen RAF fielen im Zweiten Weltkrieg Hunderttausende Zivilpersonen, vor allem Frauen und Kinder, bei völkerrechtswidrigem Bombenterror zum Opfer.
Für deutschen Bügerkrieg
Der als „Publikumsschimpfer“ bekanntgewordene Literat Peter Handke sagte im August 1992: „Ich wünsch´ mir immer, daß in Deutschland ein Bürgerkrieg ausbricht, zwischen Sachsen und Hessen, zwischen Pfälzern und Thüringern.“ (zit. in Neue Kronenzeitung, Wien, 30. 8. 1992). 1983 warf er der älteren Generation den „unverdienten Lebensabend“ vor: „Ich bezahle diesen Pensionisten, diesen, die wirklich eine unsühnbare Schuld auf sich geladen haben - die können ja Schuld nicht akzeptieren, sonst würden sie sich ja umbringen - denen zahle ich ihr grausliches Bier.“
Das Kainsmal des deutschen Volkes
Am 3. 12. 1981 erklärte Helmut Kohl im Bundestag: „Es gibt kein Zurück zum Nationalstaat Otto von Bismarcks. Dieser Nationalstaat kommt nie wieder. Darüber müssen wir uns gerade im geteilten Deutschland einig sein.“ Der CDU-Vorsitzende verurteilte „das sterile Denken in Nationalstaaten“. Am 19. 11. 1982 zitierte die FAZ den neugewählten Kanzler mit folgenden Worten: „Einen deutschen Nationalstaat im Sinne Bismarcks wird es nicht mehr geben, weil niemand in Ost und West ein so wiedervereinigtes Deutschland mit 80 Millionen Bewohnern will.“
Keine Chance zur Wiedervereinigung
Am 12. 6. 1989 schrieb der niedersächsische SPD-Chef und nachmalige Ministerpräsident Gerhard Schröder, heute Bundeskanzler, in der Bild-Zeitung: „Nach 40 Jahren Bundesrepublik sollte man eine neue Generation in Deutschland nicht über die Chance einer Wiedervereinigung belügen. Es gibt sie nicht.“ Das war fünf Monate vor dem Fall der Berliner Mauer.
Die Nation soll sich auflösen
Mit dem nationalen Gedankengut eines Friedrich Ebert oder Kurt Schumacher brutal auf Kriegsfuß steht der sozialdemokratische Politiker Oskar Lafontaine. Auf dem SPD-Parteitag Anfang 1990 erklärte er: „Ich habe nie in staatlichen Kategorien gedacht.“ In seinem 1990 erschienen Buch „Deutsche Wahrheiten“ schrieb er: „Niemand darf sich heute mehr der Einsicht verschließen, daß nicht einzelne Staaten, sondern alle Menschen dieser Welt eine gesellschaftliche Einheit bilden müssen É Der Nationalstaat selbst muß seine eigene allmähliche Beseitigung organisieren, das Unternehmen Nation muß ein multinationales Unternehmen werden.“
Deutsche schuld an Hiroshima
Der Fernsehautor jüdischer Herkunft Wolfgang Menge brachte es 1991 fertig, den Deutschen sogar Schuld am US-Atombombenverbrechen an Hiroshima in die Schuhe zu schieben. Zu seinem Fernsehstück über den Bau der Atombombe der USA erläuterte Menge (zitiert nach National-Zeitung vom 26. 4. 1991): „Die amerikanische Bombe, die über Hiroshima abgeworfen wurde, ist nur gebaut worden, weil man vor der deutschen Bombe Angst hatte É Im Grunde ist das auch unsere Bombe. Ohne die Deutschen hätte es diese Bombe nicht gegeben. Vielleicht gar keine.“
Das deutsche Gespenst austreiben
Als er gerade zur SPD wechselte, bekundete Otto Schily, jetzt Bundesinnenminister, im Rahmen der Münchner „Reden über das eigene Land“ im November 1989, die Deutschen mögen sich „vom nationalen Einheitsstaat verabschieden und den Nationalstaatsgedanken überwinden“. Denn: „Dieser Einheitsstaat, diese Deutschen Reiche haben dem deutschen Chauvinismus, dem deutschen Vorherrschaftsstreben und dem Waffenwahn gewaltigen Auftrieb verliehen ... Die verbrecherische Übersteigerung des deutschen Machtanspruchs im 3. Reich und dessen Selbstzerstörung haben für unabsehbare Zeit zu einer Zweistaatlichkeit des deutschen Volkes geführt. Diesen Sachverhalt haben sich die Deutschen über Jahre hinweg durch Illusionen vernebelt.“ Das „Gespenst des Deutschen Reiches“ müsse ausgetrieben werden.
Ohrfeigen fürs Deutschlandlied
Auf die Frage nach seiner Reaktion, würden seine Kinder die erste Strophe der Nationalhymne singen, antwortete der seinerzeitige Ministerpräsident Lothar Späth (CDU): „Ich würde meine Kinder ohrfeigen.Ó Nachzulesen war diese €ußerung u. a. in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 9. 3. 1988.
Ins eigene Nest sch...
„Seit ich schreib, darf ich so sehr in mein eigenes Nest scheißen, wie mir zumute ist“, gesteht Schriftsteller Johannes Mario Simmel. In Nr. 46/1985 brachte die National-Zeitung folgende Simmel-Zitate: „Für mich ist die Nazi-Zeit das Trauma meines Lebens... Dieses Land (Deutschland) ist offenbar unheilbar krank. Ich fürchte, daß uns diese Pest zum zweitenmal heimsucht... Ich hatte mir eigentlich immer gedacht, diese alten, unverbesserlichen Nazis werden wie ich älter und sterben aus - Irrtum. Jetzt geht es mit den Jungen los.“
Entsetzt, Deutscher zu sein
Von Peter Sloterdijk, der als Philosoph firmiert, stammt die Einlassung: „Ich war oft entsetzt darüber, Deutscher zu sein. Wer zu Deutschland verurteilt ist, der tut mir leid.“
Die Deutschen sind rassistisch infiziert
Am 11. 2. 1993 berichtete die Neue Osnabrücker Zeitung über den niedersächsischen Europa- und Bundesratsminister Jürgen Trittin (Grüne), heute Bundesumweltminister: „Für Zündstoff sorgt ein Protokoll, das von der deutschen Botschaft in London über die Ausführungen Trittins am 2. Februar 1993 vor dem Goethe-Institut angefertigt worden war. Diesem Vermerk zufolge hat der niedersächsische Minister unter anderem erklärt, Deutschland sei ,ein in allen Gesellschaftsschichten und Generationen rassistisch infiziertes Land´.“ „Infiziert“ bedeutet: von Krankheitserregern befallen, verseucht.
Alle Deutschen haften für Hitler
In seiner Ansprache zum 40. Jahrestag des 8. Mai führte der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker 1985 im Deutschen Bundestag unter anderem aus: „Es wurde von Tag zu Tag klarer, was es heute für uns alle gemeinsam zu sagen gilt: Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Hitler hatte das ganze (!) deutsche Volk zum Werkzeug seines Hasses gemacht. Wir alle (!), schuldig oder nicht, ob alt oder jung, müssen die Vergangenheit annehmen. Wir alle (!) sind von ihren Folgen betroffen und für sie in Haftung genommen. Das trostlose Ergebnis der Sünde ist immer die Teilung.“ Außerdem stellte von Weizsäcker die grausame Vertreibung der Ostdeutschen mit mehreren Millionen Todesopfern als „erzwungene Wanderschaft nach Westen“ dar. Auf dem 37. Deutschen Historikertag im fränkischen Bamberg, Oktober 1988, stellte Weizsäcker die Frage, ob das deutsche Volk „nur vorübergehend aus der Gemeinschaft der Zivilisation ausgeschieden“ sei. Und er betonte: „Das deutsche Volk hat sich von Verbrechern führen lassen.“ An der Verantwortung aller Deutschen ändere sich auch „durch Zeitablauf nichts“.
Die deutsche Bestie
In Westermanns Monatsheften Nr. 9/1986 schrieb der Literat Joseph von Westphalen unter dem Pseudonym „Stern": „Wer die deutsche Bestie nicht wahrhaben will, jenen widerlichsten Typus des Zweibeiners, den die menschliche Rasse bisher hervorgebracht hat, jenes infame Volk von größenwahnsinnigen Sadisten, massenhaften Mitmachern, Mitläufern und Augenzudrückern, der ist blind und unbelehrbar ... Unsere Väter, die Nazis, diese Ausgeburten, haben unsere ganze psychische Struktur durcheinandergebracht." „Zuwider" seien ihm „jede Fahne, jede Uniform, und mehrstimmig erklingende Männerkehlen sind mir ein Graus" (alles wegen Hitler!); „sogar das tosende Meer ist mir zuwider, weil es mich an die Menschenmassen auf dem Reichsparteitag erinnert."